Warum brauchen wir dieses Gesetz

Über 80 % der natürlichen Lebensräume befinden sich in Europa derzeit in einem schlechten Zustand. Diese Lebensräume umfassen verschiedene Ökosysteme, wie Wälder, Grünland, Feuchtgebiete sowie Flüsse und Seen. Viele dieser Lebensräume können ihre natürliche Funktionalität kaum noch aufrechterhalten.

 

Die Wiederherstellung der Natur ist für uns alle wichtig, da gesunde Ökosysteme als natürliche Kohlenstoffspeicher zur Regulierung des Klimas beitragen. Sie bieten auch Schutz vor Naturkatastrophen wie Überschwemmungen und Dürren, da beispielsweise Feuchtgebiete überschüssiges Wasser absorbieren und Wälder die Bodenerosion vermindern. Letztlich sichern sie aber auch unsere Lebensgrundlagen: sauberes Wasser, reine Luft und Nahrung.

 

Das Gesetz schafft einen Rechtsrahmen, der alle Menschen unterstützt, die aktiv an einer Verbesserung der Lebensraumsituation arbeiten wollen. Europäische Zielsetzungen werden immer mit europäischen Fonds teilfinanziert. So ist das auch mit dem Renaturierungsgesetz vorgesehen (Quelle: Unterrichtung durch die Europäische Kommission Vorschlag für eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates über die Wiederherstellung der Natur, Juni 2022). Viele Projektideen wie z.B. die Wiedervernässung von Mooren, das Schaffen von Feuchtgebieten in trockenen Landschaftsräumen, die Anlage von Hecken und Blühstreifen, Aktivitäten zur Vernetzung von Biotopen und vieles mehr bekommen mit diesem Gesetz eine neue rechtliche Grundlage und damit deutlich Aufwind.

 

In Österreich werden in Sachen Umwelt- und Naturschutz schon jetzt viele positive Akzente gesetzt, auch wenn selbst bei uns in etlichen Bereichen noch viel zu tun ist. Aber gerade im Sinne eines fairen wirtschaftlichen Wettbewerbs ist es wichtig, dass alle EU-Länder einen ähnlichen Standard bei den Aktivitäten der Renaturierung erreichen. Das wird durch das Renaturierungsgesetz gewährleistet.